Gedichte – Thomas de Vachroi

Schnee – nur eine Illusion
Weiße Unschuld liegt nun über dem Land wie trügerisch im Grunde das herrliche Reinheitsband. Unter weißem Flockenwirbel findet alles Ruh – decke ich mit Illusion nicht auch so manche Wahrheit zu?

Einen Augenblick Stille!
Die Stille in uns – wir üben und nutzen sie nicht! Das ewige Perlen jenes Leichten und Seichten betört und nimmt uns die geschickte Verteilung von Schatten und Licht!

Wohin?
Wir leben die Liebe und den Hass, suchen nach der Wahrheit und gönnen trotzdem der Lüge Eintritt ohne Unterlass!

Plötzlich Rentner
Man will das Leben spüren bis zum letzten Atemzug - man will dazugehören, weil man weiß, man hat für alle Bausteine in diesem irdischen Dasein immer noch einen unbändigen Mut!

WO …
Wir hoffen und hoffen von Mal zu Mal - im Wissen um alle Endlichkeiten bleibt die Suche nach uns selbst, nach dem großen Für und Wider niemals eine Qual!

Die Gesellschaft vergibt keinen Ort
Ohne Obdach, welch bitteres Wort, die Gesellschaft, sie vergibt keinen Ort. Kein Dach über dem müden Haupt, Hunger und Not die Sinne raubt.
ICH DENK`…
Nicht die friedlichen Völker führen das Böse voran - der Kampf der Macht wird getrieben - ohne, daß sich Friede und Eintracht wehren kann!

Stille und Lärm!
Seid still wenn der Baum sein Lied singt.

Der Ginster im Winter
Der Ginster im Winter Wer sollte bei dem traurigen Anblick desselben wohl denken, dass diese starren Äste im kommenden Frühjahr grünen und nicht welken, sogar Blüten tragen können. Nicht die Dinge, die kommen und ereilen, die Lust und das Leid deiner Seele teilen, sind deines Schicksals wahrer Kern. Die Seele ruht ungreifbar - sinnenfern -

SCHWERTER ZU PFLUGSCHAREN
Nie wieder Krieg auf Erden – eine Botschaft und Hymne, an die sich am wenigstens halten, die täglich mit Waffenaktien werben.