Gedichte – Thomas de Vachroi

Die Rotbuche
Im Grün der vielen Lindenbäume dort eine Rotbuche ihren mattdunklen Glanz versprüht - als hätte sie sich verirrt in diesem nach Sommer duftenden Wiesenort! Gen Himmel streckt sie sich ganz erhaben, die samtenen Blätter wiegen sich leuchtend im Wind - meine Sinne, mein Gemüt - Beides kann sich an solchem Anblick nur laben! Diese Rotbuche
Was sind Helden?
Was sind Helden in dieser Zeit, die mit lautem Getöse Fragen nach dem Warum und Weshalb ganz zielbewusst vertreibt?! Helden sind nicht, die Kriege beschwör`n - die Freiheit und Gott proklamieren und damit im Grunde nur ihr eigenes Ego betören! Helden sind nicht, die sich dem Schönreden verschreiben, die Armut als Selbstverschuldung geißeln und das

Auch eine Kraft!
Antrieb ist unser Streben nach den höchsten Dingen, nach jenem Vollkommenen, das niemals ohne Verstand, Vernunft und Einsicht wird gelingen! Dialektik immer tatsächlich ernst nehmen, Widersprüche nicht nur registrieren - auch Unvereinbares als Zusammengehöriges verstehen! Nicht liebedienerisch zur Stelle sein und Verlogenheit bejahen, ohne daß ein schlechtes Gewissen schaut in uns hinein! Bewußtseinstolle Inszenierungen des
Das Leben an sich …
Nacheinander reiht sich Glück und Pech - der Mißerfolg, er lächelt manches Mal gar ziemlich frech! Ein Auf und Ab bestimmt das Gemüt. auch wenn man für alles Gute sich nur bemüht! Wie Schatten und Licht einander bedingen, wird auch unser Dasein das Lied von Zwiespalt, von Sonne und Regen ewig singen! Meisterhaft gekonnt ist

Baumlied
Wachse, oh stolzer Baum, wie aus meinem Herzen! Treibe in den Himmel hinein dein Blättermeer! Denn ich vergrub viel Freud und Schmerzen- dich Baum gibt es - den Menschen nimmermehr.

Mutter Erde
Wenn die Erde weint

Luise – Königin von Preußen
Luise von Preußen, eine Frau von Format - verherrlicht nur auf Liebreiz, war ihr Ruhm doch von ganz anderer Art! Die Geschicke und das Wohl des Landes ihr Triumph - in Liebe und Weitsicht bewahrte sie ihren König mit Klugheit vor totalem gesellschaftlichen Sumpf! Immer dem Ethos der Aufrichtigkeit verpflichtet, war es ihr Denken und
Die Lebenszeit!
Die Zeit sie eilt dahin- unerbittlich und ohne Frage nach unserm Wohl und Wehe an jedem Tage. Die Zeit weiß nichts von unserer Sehnsucht nach Glück- sie rast dahin und duldet kein zurück. An uns ist es, die Zeit zu füllen- jeden Moment in einen Hauch von Glückseligkeit zu hüllen. Die kleinen Dinge als großes

Das Schöne
Das Schöne - seh`n wir es noch in all den Kleinigkeiten, die uns in des Tages Fluß unmerklich jeden Moment so vielfach begleiten?! Nehmen wir in unserer übergroßen Hast und Eile noch voller Begeisterung wahr, was an Schönem in unserem Geiste könnte verweilen?! Seh`n wir noch mit stillem Vergnügen, wie sich im tosenden Sturme auf dem Baum gekonnt zwei Meisen in den Ästen wiegen?! Bestaunen wir noch am Morgen die dicken Nebelschwaden, wie sie das Grün der Wiesen umhüllen und etwas von der Heimlichkeit der Natur uns sagen?! Ist uns das Blühen und Wachsen einen bewundernden Blick noch wert - das versteckte Lächeln im Gegenüber - oder hat sich unser Sehen schon ins Oberflächliche verkehrt?! Das Schöne, das im Alltäglichen steckt - es herauszufinden, wahrzunehmen hat unsere Lebensgeister schon immer auf`s Neue zu frischem Mut und Zuversicht erweckt! Wir sollten für dies Schöne uns erhalten den Blick - der Wunder gibt es so viele - darum nutze ein Jeder auch seine Zeit für solch` kleines, aber so großes Glück! Achtlos daran vorüberzugeh`n, bedeutet nichts anderes, als die vielen kleinen und funkelnden Sterne des Lebens niemals zu seh`n!
WER BIN ICH?
Wer bin ich, plagt mich oft! Das Spektrum sicher grenzenlos - zu oft hab` ich auf Gutes nur gehofft!