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Vachroi·VariAble Gedanken · Gedichte · Geschichten
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Gedichte - Thomas de Vachroi

Wir rufen eure Namen – einsam Verstorbene

Wir rufen eure Namen – einsam Verstorbene

Die Macht des Namens der einsam Verstorbenen

Euer Name, gesprochen,

ist Licht in der Nacht,

das durch die Jahre brennt

und niemals erlischt.

Ihr seit nicht fort,

solange das Echo

eures Namens

die Welt noch trägt.

Wer ruft, baut Brücken

über das Schweigen,

findet im Klang

ein kleines Erwachen.

Denn jeder Name,

leise gesagt,

ist die kleinste,

doch größte Auferstehung.

Einsamkeit im Sterben

ist Schicksal —

doch Schweigen darüber

ist Wahl.

Kein Leben ist Fußnote,

jeder Name ein Buch,

jede Silbe Erinnerung,

jeder Laut ein Beweis.

Wir sammeln die Namen

wie glimmende Steine,

und wissen im Herzen:

Im Gedenken gibt es kein Umsonst.

Solange eine Stimme sagt:

Ihr wart hier,

ist niemand verloren.

Das Rufen der Namen

ist Handschlag der Zeit,

zwischen den Lebenden

und jenen,

die keine Hand mehr reichen.

Und in der Melodie

des Erinnerns

findet jede verlorene Note

ihren Platz —

im Chor der Menschlichkeit.

 

©Thomas de Vachroi

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