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Vachroi·VariAble Gedanken · Gedichte · Geschichten
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Gedichte - Thomas de Vachroi

DIE SEELE

In den Wirren von Gefühl und Verstand
unsere Seele loderndes Feuer
oder das zur Traurigkeit fließende Band!

An manchem Wunschbild verkrampft die
Seele sich –
im endlosen Träumen
sitzt oft die Wirklichkeit nicht mit
am Tisch!

Missratenes will die Seele nur ungern
sehn –
ein Abtauchen ins Nirgendwo,
wenn Hoffnungslosigkeit und Verderbnis
mit uns gehn!

Sie möcht` am Guten sich laben,
den Blütenduft atmen –
die Dornen mag sie nicht haben!

So lacht ins Seelenfenster auch der
verblendende Schein –
ein Trugschluss, zu meinen,
immer nur glücklich zu sein!

Und doch: Die Seele vermag den strahlend`
Höhenflug –
sprudelnde Lebensfreude,
wo uns schon fast nur noch der Zweifel
trug!

Die Seele, unser Achtungszeichen –
im Jubel mit Tatkraft verbunden,
aber auch Kraft und Gelassenheit, wenn
aller Mut will schon weichen!

©Thomas de Vachroi

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