Der Herbstanfang!

Tdeva
Herbstlich niedere Sonne,
blickst so freundlich und so mild,
zauberst Träume und Wonne
noch aufs öde Gefild!
Früh am Abend schon verschwunden,
ist dein freundliches Gesicht –
doch so flüchtig sind die Stunden,
zweifach schätzt man nun dein Licht.
Nicht aus schwindelnder Höhe
schießt nun dein brennender Strahl –
blickst aus traulicher Nähe
schräg hinüber zu uns ins Tal.
Nicht nur die grünenden Wälder,
nicht nur die blumigen Auen –
auch die abgestorbenen Felder,
magst du hell beschauen.
Herbstlich niedere Sonne,
sanft belehrt mich dein Strahl –
alle irdische Wonne
schwindet nun mit einem Mal.
Doch mit schwindenden Sonnenpfunden,
wuchere doppelt getreu,
dass die letzte deiner Stunden,
nicht leer an Wärme sei!