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Vachroi·VariAble Gedanken · Gedichte · Geschichten
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Gedichte - Thomas de Vachroi

MEIN LAND

Mit Stolz erfüllt mein Land
mich nicht –
zu groß das Unheil,
das täglich mit hämischem Grinsen
mir lacht ins Gesicht!

Eine Obrigkeit regiert fernab
vom Volk –
spielt mit dem Ball der Macht,
der immer weiter ins Abseits rollt!

Mit großen Worten lobt man die
Sonne herbei –
Jubel und Trubel,
der an der Wahrheit geht gänzlich vorbei!

Selbst den Frieden behüten
sie nicht –
der Mensch wird zur Hölle,
wenn der Jubel von Rüstungsschmieden
nicht endgültig wird erstickt!

Der fleißige kleine Mann belogen
und betrogen jeden Tag –
das tatsächlich vorwärtsstrebende
Miteinander
liegt in diesem Lande schon lange im Sarg!

Jenes Füreinander ist überhaupt
nicht gewollt –
nur alles, aber auch alles,
was dem Ego, dem Ich die verhängnisvolle
Bedeutung zollt!

Dies Land vom Glück längst nicht
mehr das große Los –
die einen immer reicher,
die anderen kennen mit Armut das Unglück
bloß!

Mit Wut und Trauer denk` ich an mein
Land!
Ich wollt`, es wäre schöner –
hab` es über Jahre anders und weitaus
besser gekannt!

Marita Kaminski – 2014

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