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Vachroi·VariAble Gedanken · Gedichte · Geschichten
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Gedichte - Thomas de Vachroi

Parasiten – so schrieb man vor 121 Jahren!

Die Grammatik und Rechtschreibung wurde mit Absicht nicht verändert!
Quelle: »Aachener Kritische Revue«, 1893

Parasiten

Kennst du jene Menschen nicht?
Die da lungern wie Hyänen –
Sich wie Schlangen winden, dehnen,
Deren Aug’ in Räthsel spricht? –

Kennst du jene Menschen nicht?
Die da lieblich zu dir reden,
dein Vertrauen zu beleben,
mit ‘nem Janus-Angesicht –

Sieh! – in höhern Regionen
Gilt gar viel des Gleißners Wort,
Ja, selbst bis zu Fürstenthronen
Wagt sich der Dämonon-Sport.

Eines solchen Menschen Auge
Birgt in sich die ganze Hölle,
Wie es funkelt nach dem Raube
In des Räubers Wimpernzelle.

Hüte dich – zu offenbaren
Einem solchen, was dich drückt!
Thust du’s – wirst es schon erfahren,
Wie dein Glück ist bald geknickt!

Und vergebens ist dein Ringen
Nach dem, was verloren du,
Keines! – wird’s dir wiederbringen,
Spott und Hohn hast noch dazu.

Weißt du, wie der Volksmund nennt
Solche tief verkomm’ne Geister,
Jeder wohl den Ausdruck kennt,
Heißt er doch: “Das sind Klug…!”

Leonidas und seine Treuen
Merk’s dir! – fielen durch Verrath,
Kann man Solches! wohl verzeihen, –
Des Lumpen – Ephialtes – That?

red. Thomas de Vachroi 2014

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