
Thomas de Vachroi
Zitat: Marita Kaminski 2017
Seine Werke spiegeln den vermeintlich gewöhnlichen Alltag wider – nicht belehrend, nicht in schulmeisterlicher Attitüde, sondern auf eine Weise, die unterhält, beschreibt, erklärt und vergleicht. So offenbart er seine einzigartige Gabe, verschiedene Perspektiven zu vereinen, ohne sie zu vereinnahmen.
In den von ihm gezeichneten „Bildern“ wird das Gewesene lebendig, doch entscheidend bleibt stets die Frage: Was wird daraus? Seine literarische Gegenwart entfaltet sich in vielschichtigen Perspektiven – sie ist weder ein starres Absolutum noch ein bloßer Gegensatz zur Realität, ebenso wenig wie sie sich in einfachen Analogien erschöpft. Vielmehr ist sie ein subtiles Spiel mit dem Allgegenwärtigen, das er in seiner ganzen Tiefe zu erfassen sucht.
Als Autor steht er vor der steten Herausforderung, Brücken zu schlagen – zwischen Licht und Schatten, zwischen dem Sichtbaren und dem nur zu Ahnenden. Darin liegt das Wesen seiner Erzählkunst: Er ist ein Kenner und behutsamer Vermittler von Wirklichkeiten, die er in der klaren Sprache seiner Gedichte und Geschichten einfängt. Zitatende